1. Fenstertypen und Layout
Fenstertypen und Layout bilden die verbindliche Grundlage für Struktur und Verhalten aller Seiten. Ziel ist eine einheitliche, effiziente und barrierefreie Nutzererfahrung in modernen Fachanwendungen.
Die in Kapitel 2 Barrierefreiheit beschriebenen Anforderungen der WCAG 2.1 AA gelten uneingeschränkt und bilden den verbindlichen Rahmen.
Die Vorgaben dieses Kapitels sind technologieunabhängig formuliert und beschreiben das erwartete Verhalten sowie die gestalterischen Anforderungen an Layout, Responsivität und Barrierefreiheit. Grundlegende Interaktionsmuster werden im Kapitel Design Patterns beschrieben.
Die folgenden Gestaltungsprinzipien definieren zentrale Regeln für Struktur, Lesbarkeit und Anpassungsfähigkeit der Benutzeroberfläche und sichern ein konsistentes Erscheinungsbild sowie eine barrierefreie Bedienung über alle Fenstertypen hinweg.
Gestaltungsprinzipien
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Lesbarkeit vor maximale Breite: Textzeilen werden auf eine angemessene Breite begrenzt. Auf großen Bildschirmen entstehen bewusst Ränder, anstatt Texte zu strecken. So bleiben Zeilenlängen und Lesetempo angenehm und kontrollierbar.
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Reflow statt Schrumpfen: Mit kleiner werdenden Viewports reduziert sich die Spaltenanzahl. Bedienelemente behalten ihre Mindestgröße; Schriften und Interaktionsflächen werden nicht bis zur Unbedienbarkeit verkleinert.
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Vorhersehbar und konsistent: Breakpoints, Gutter und Containerbreiten sind klar definiert und wiederverwendbar. Nutzende erkennen vertraute Muster wieder und müssen keine neuen Bedienweisen erlernen.
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Standardmäßig barrierearm: Fokuszustände sind deutlich sichtbar, die Reihenfolge semantisch korrekt, und überlagernde Elemente verdecken den Fokus nicht. Eine vollständige Tastaturbedienung ist jederzeit möglich.
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Flexibel, aber geprüft: Abweichungen innerhalb definierter Spielräume - etwa bei maximalen Breiten - sind zulässig, sofern sie dokumentiert und die festgelegten Akzeptanzkriterien erfüllt sind.
Die konkreten Fenster‑ und Seitentypen (z. B. Login, Dashboard, Dashboard-Unterseite, Applikationsseite, Applikations-Detailseite) sind im Kapitel Entwurfsmuster (Primäre Fenstertypen und Sekundäre Fenstertypen) beschrieben. Die hier definierten Prinzipien bilden die verbindliche Grundlage für deren Gestaltung und technische Umsetzung.
1.1. Layout und Resizing
1.1.1. Zielkorridor & Reflow
Layout und Inhalt müssen auch bei Größenänderungen nutzbar bleiben. Reflows dürfen die Orientierung der Nutzenden nicht beeinträchtigen. Das Verhalten folgt den allgemeinen Prinzipien zur Lesbarkeit und Anpassungsfähigkeit.
Richtlinien
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Nutzungsbandbreite: Das Layout ist im Bereich von 320 bis mindestens 1920 CSS-Pixeln funktionsfähig. Der Hauptinhalt befindet sich in einem zentrierten Container mit begrenzter Zeilenlänge, um Lesbarkeit und Orientierung zu sichern.
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Zoomsicherheit: Eine Textvergrößerung um bis zu 200 % darf weder zu Funktions- noch zu Informationsverlust führen. Im Fließtext darf auch bei 400 % Zoom kein horizontales Scrollen erforderlich sein.
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Planbarer Reflow: Für dynamisch erscheinende Inhalte - etwa Bilder, Fehlermeldungen oder Platzhalter - wird ausreichend Raum vorgesehen, um Layoutsprünge zu vermeiden.
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Stabile Überlagerungen: Overlays und feste Elemente (z. B. Header oder Toolbars) überlagern den Inhalt, anstatt den Dokumentenfluss nachträglich zu verschieben. Der Fokus bleibt dabei steuerbar und stets sichtbar.
1.1.2. Raster und Abstände
Das Raster ordnet Inhalte in Spalten. Container legen die Breite, Abstände und Ausrichtung der Inhalte fest. Ziel ist ein konsistentes, flexibles und leicht wartbares Layout über alle Bildschirmgrößen hinweg.
Gestaltungsregeln
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Breakpoints: Die Spaltenanzahl wird stufenweise je nach Bildschirmgröße definiert (z. B. 3 → 2 → 1); dies unterstützt skalierbare Layouts ohne Funktionsverlust. Individuelle Sondergrößen außerhalb der definierten Layout-Vorgaben sind zu vermeiden.
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Abstände: Zwischenräume werden einheitlich und nachvollziehbar festgelegt. Überlagernde oder unkontrollierte Abstände zwischen Komponenten sollen vermieden werden, um ein konsistentes Layout sicherzustellen.
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Flexible Breiten: Komponenten passen sich dynamisch der verfügbaren Spaltenbreite an. Feste Pixelbreiten sind zu vermeiden, damit Reflow und Zoom korrekt funktionieren.
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Kontextabhängige Dichte: Auf großen Viewports darf das Layout kompakt, aber gut lesbar sein. Auf kleineren Geräten oder bei hohem Zoom werden Zeilenhöhe und Interaktionsflächen leicht vergrößert, um Bedienbarkeit und Lesbarkeit zu verbessern.
1.1.3. Formular-Layouts
Formulare führen Nutzende linear durch logisch zusammenhängende Feldgruppen. Bei geringer Bildschirmbreite oder eingeschränktem Platzangebot wird das Layout automatisch einspaltig dargestellt.
Umsetzungshinweise
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Label-Feld-Einheit: Labels und Eingabefelder werden räumlich zusammen platziert. Dies unterstützt die Blickführung und gewährleistet eine korrekte Interpretation durch assistive Technologien.
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Resizing: Das Formularraster reduziert die Spalten je nach Breakpoint. Unterhalb des mittleren Breakpoints erfolgt die Darstellung einspaltig, um einen klaren, linearen Eingabefluss zu sichern.
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Hinweise und Fehler: Hilfetexte und Fehlermeldungen sind kurz, feldnah und in reservierten Bereichen anzuzeigen. Dadurch werden Layoutsprünge und visuelle Unruhe vermieden.
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Aktionen: Primäraktionen (z. B. „Speichern“) stehen am Ende des Formulars. Sekundäraktionen bleiben sichtbar, sind jedoch gestalterisch zurückgenommen.
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Tastaturbedienung: Die Fokusreihenfolge entspricht der visuellen Lesereihenfolge, bildet eine durchgängige „Focus Order“ gemäß WCAG 2.1 SC 2.4.3 und folgt den allgemeinen Barrierefreiheitsvorgaben. Navigation mit Tab und Shift + Tab erfolgt ohne Sprünge.
1.1.4. Tabellen und dichte Inhalte
Tabellen müssen auch bei begrenztem Platz verständlich und gut nutzbar bleiben. Die Zuordnung von Spaltenköpfen zu Zellen ist jederzeit nachvollziehbar.
Darstellungsstrategien
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Responsives Verhalten: Je nach Kontext kann zwischen einer gestapelten Darstellung (Zellen enthalten ihr Label) oder einem horizontal scrollbaren Container gewählt werden. In beiden Fällen bleiben Spaltenköpfe erkennbar.
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Inhaltliche Priorisierung: Wichtige Spalten bleiben sichtbar; nachrangige Inhalte können gekürzt oder in Detailansichten ausgelagert werden.
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Erfassbarkeit: Texte werden linksbündig, Zahlen rechtsbündig ausgerichtet. Zeilenhöhen bleiben kompakt, ohne die Bedienbarkeit zu beeinträchtigen.
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Stabilität: Leere, Lade- oder Fehlerzustände belegen konstanten Raum, damit das Layout ruhig und stabil bleibt. Das Scrollverhalten orientiert sich an den Grundsätzen des barrierefreien Layoutverhaltens.
1.1.5. Barrierefreies Layoutverhalten
Barrierefreiheit ist integraler Bestandteil der Layoutlogik. Interaktionsziele müssen gut erreichbar, Fokuszustände klar erkennbar und Überläufe kontrolliert sein.
Kriterien
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Zielgrößen: Interaktive Elemente müssen mindestens 24 × 24 CSS-Pixel groß sein. Für eine komfortable Touch-Bedienung wird eine Größe von 44 × 44 CSS-Pixel empfohlen.
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Fokusführung: Der Fokusindikator ist deutlich und kontrastreich. Die Reihenfolge des Fokus folgt der visuellen Lesereihenfolge.
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Lange Inhalte: Lange Text- oder Datenwerte werden umgebrochen oder mit Auslassungspunkten verkürzt. Der vollständige Inhalt bleibt über Tooltip oder Detailansicht zugänglich.
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Scrollrichtung: Bevorzugt wird eine vertikale Scrollrichtung. Horizontal wird nur gescrollt, wenn es fachlich erforderlich ist, beispielsweise bei sehr breiten Tabellen.
1.2. Hauptfenster
Das Hauptfenster bildet den zentralen Rahmen jeder Anwendung. Es definiert die Grundstruktur aus Header-Bereich und Inhaltsbereich und legt damit das Erscheinungsbild, die Orientierung und die Navigation fest.
Das Hauptfenster folgt modernen Usability-Grundsätzen:
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Konsistenz: Einheitlicher Aufbau und wiedererkennbare Navigation über alle Seiten hinweg.
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Effizienz: Schnell erfassbare Informationen und klarer Zugang zu Funktionen.
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Barrierefreiheit: Erfüllung der Anforderungen gemäß WCAG 2.1 AA, z. B. klare Fokusführung, ausreichende Kontraste und vollständige Tastaturbedienbarkeit.
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Responsivität: Anpassungsfähigkeit an verschiedene Bildschirmgrößen ohne Informationsverlust.
Der Header bleibt in Aufbau und Funktion über alle Anwendungen hinweg einheitlich. Inhaltliche Anpassungen erfolgen nur in einem definierten Rahmen (z. B. Logo der Anwendungslandschaft oder Hauptnavigation). Der Abschnitt Header Bereich beschreibt die Möglichkeiten zur Gestaltung im Detail.
1.2.1. Header Bereich
Der Header-Bereich enthält allgemeine Informationen zur Anwendungslandschaft, zu den verfügbaren Fachanwendungen und zum angemeldeten Nutzenden.
Abbildung zeigt die Bestandteile des Headers:
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A Logo des Anbieters der Anwendungslandschaft
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B Balken als Identitätselement der Anwendungslandschaft gemäß gestalterischen Vorgaben
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C Logo der Anwendungslandschaft
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D Informationen zum angemeldeten Nutzenden
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E/F Haupt- und Subnavigation als Flyout (zur Nutzung siehe Hauptnavigation)
Der Header ist für alle Seiten innerhalb einer Anwendungslandschaft gestalterisch identisch. Beim Anpassen der Fenstergröße bleiben links ausgerichtete Elemente links und rechts ausgerichtete Elemente rechts; der Raum dazwischen passt sich flexibel an.
Der Header ist vollständig barrierefrei umgesetzt: Fokusreihenfolge, Kontrast und Tastaturbedienung entsprechen den in Kapitel Barrierefreiheit definierten Anforderungen. Die Informationen zum angemeldeten Nutzenden zeigen mindestens den Namen oder die Kennung und sind auch über Screenreader eindeutig identifizierbar.
Richtlinien
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Bypass Blocks / Skip-Link: Am Seitenanfang ist ein fokussierbarer „Zum Inhalt springen“-Link vorhanden, der den Fokus korrekt ins
<main>setzt.
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Semantische Landmark-Struktur: Genau ein
<header>/role="banner", benannte<nav>-Landmarks und genau ein<main>pro Seite; Landmarks sind eindeutig und nicht redundant.
1.2.2. Inhaltsbereich
Der Inhaltsbereich stellt den zentralen Arbeitsraum der Anwendung dar. Er nutzt ein gemeinsames, responsives Gestaltungsraster, das eine konsistente, verständliche und barrierefreie Anordnung von Komponenten, Formularen und Navigationselementen über alle Fenstertypen hinweg gewährleistet.
Im Inhaltsbereich werden sowohl Fachinhalte als auch interaktive Elemente angezeigt. Die Gestaltung orientiert sich an den Prinzipien aus Kapitel Layout und Resizing (z. B. Reflow, Spacing, Barrierefreiheit) und berücksichtigt insbesondere:
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Konsistenz: Einheitliche Struktur und Abstände für alle Seiten und Anwendungstypen.
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Responsivität: Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen und Zoomstufen ohne Informationsverlust.
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Barrierefreiheit: Klare Fokusreihenfolge, ausreichende Kontraste und vollständige Tastaturbedienbarkeit.
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Modularität: Wiederverwendung standardisierter Komponenten (Widgets, Panels, Tabellen, Dialoge). Die konkreten Fenster- und Seitentypen, die dieses gemeinsame Raster verwenden, sind in Kapitel Primäre Fenstertypen detailliert beschrieben:
1.3. Modalarme Interaktionen (Grundsatz)
Modale Dialoge sind blockierende Overlays innerhalb der Anwendung. Sie sperren den Hintergrund, binden den Tastaturfokus innerhalb des Dialogs und erfordern in der Regel eine Entscheidung, bevor weitergearbeitet werden kann.
Dies kann den Arbeitsfluss unterbrechen und die Orientierung erschweren. Deshalb sollen Interaktionen möglichst im Kontext der aktuellen Aufgabe stattfinden - ohne blockierende Dialoge. Dieses Prinzip verbessert Effizienz, Barrierefreiheit und die allgemeine Nutzererfahrung.
Grundprinzip
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Bevorzugte Muster: Statt vollständig modaler Fenster werden bevorzugt kontextbezogene Interaktionsmuster eingesetzt - beispielsweise Drawer, Inline-Bestätigungsleisten, Popover, Tooltips oder aufklappbare Bereiche (Accordions/Expander).
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Modale Dialoge nur bei zwingendem Bedarf: Ein modaler Dialog darf nur verwendet werden, wenn dies fachlich oder rechtlich erforderlich ist - etwa bei sicherheitsrelevanten oder bestätigungspflichtigen Aktionen. Solche Fälle müssen im Design-Review begründet werden.
Fokus-Management
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Beim Öffnen wird der Fokus automatisch auf das erste sinnvolle Element oder den Header des neu geöffneten Bereichs gesetzt.
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Der Escape-Key (ESC) sollte, sofern fachlich erlaubt, den Dialog schließen.
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Beim Schließen kehrt der Fokus zum auslösenden Element zurück.
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Fokuselemente dürfen niemals durch fixierte oder klebende (sticky) Layoutbereiche verdeckt werden. Falls erforderlich, ist dies durch geeignete Layout-Abstände (z. B. scroll-margin-top) sicherzustellen.
Zielgrößen
Interaktive Elemente müssen ausreichend groß und klar erkennbar sein, um sowohl per Maus als auch per Touch und Tastatur zuverlässig bedienbar zu bleiben.
Für interaktive Elemente gelten die Mindestgrößen gemäß den Vorgaben im barrierefreien Layoutverhalten.
Alternativen zu Drag-Interaktionen
Interaktionen, die standardmäßig Drag-and-Drop verwenden (z. B. Sortieren oder Umordnen), müssen immer auch ohne Drag-Gesten bedienbar sein - beispielsweise über Schaltflächen, Menüeinträge oder Tastaturbefehle.
Overflow und Lesbarkeit
Layouts mit dichten Benutzeroberflächen sollen klar strukturiert und scrollbar bleiben.
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Standard ist eine vertikale Scrollrichtung; horizontales Scrollen wird nur eingesetzt, wenn es fachlich zwingend erforderlich ist (z. B. bei breiten Tabellen).
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Lange Texte oder Werte werden automatisch umgebrochen oder mit Auslassungspunkten verkürzt. Vollständige Inhalte bleiben über Tooltip oder Detailansicht zugänglich.
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Inhalte dürfen nie abgeschnitten oder außerhalb des sichtbaren Bereichs verborgen sein.
1.4. Drucklayout
Wenn Inhalte aus der Anwendung gedruckt oder als PDF exportiert werden, müssen sie für paged media optimiert sein.
Grundlage bildet ein spezielles Print-Stylesheet über @media print.
Wo möglich, werden ergänzend Seitenregeln über @page eingesetzt, um Format, Ränder und Kopf-/Fußbereiche zu definieren.
Nicht benötigte UI-Elemente werden ausgeblendet; Farben, Abstände und Umbrüche sind auf gute Lesbarkeit und sparsame Ausgabe (Tinte/Toner) zu optimieren.
1.4.1. Technische Grundlagen
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Print-Stylesheet aktivieren: Druckspezifische Stile werden über
@media printangewendet. Alternativ kann ein separates Stylesheet mit media="print" eingebunden werden.
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Seitenformat, Ränder und Orientierung: Mit
@pagewerden Format (z. B. A4 hochkant) und Seitenränder definiert. Diese Vorgaben müssen projektspezifisch geprüft und dokumentiert werden.
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Seitenumbrüche und Fragmentierung: Für stabile Druckausgaben sind die modernen CSS-Eigenschaften break-* (z. B.
break-inside: avoid;) zu verwenden. Diese verhindern, dass Tabellenzeilen oder Inhaltsboxen auf mehrere Seiten „zerschnitten“ werden.
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Farbanpassung beim Drucken: Mit
print-color-adjustlässt sich steuern, ob der Browser Farbwerte verändern darf. Standardmäßig ist Anpassung durch den User Agent erlaubt; mit dem Wertexactkann eine exakte Farbwiedergabe erzwungen werden (sofern vom Browser unterstützt).
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Laufende Kopf-/Fußzeilen und Seitenzahlen: Laufende Kopf- und Fußzeilen sowie Seitenzahlen sind projektspezifisch zu prüfen und nach Möglichkeit über standardisierte Druckfunktionen umzusetzen. Die Unterstützung durch Browser und Ausgabekanäle kann variieren. Für nicht unterstützte Funktionen sind geeignete Fallbacks vorzusehen.
1.4.2. Richtlinien zur Anwendung
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Nur relevante Inhalte drucken: Navigationsleisten, Header, Footer und interaktive Controls (Buttons, Filter, Toolbars) dürfen nicht gedruckt werden. Sie werden über das Print-Stylesheet ausgeblendet.
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Farben auf das notwendige Minimum reduzieren: Für Hintergründe sind helle Töne zu verwenden; flächige Farben nur, wenn sie semantisch notwendig sind (z. B. Status- oder Legendenfarben). Farbmanagement erfolgt über
print-color-adjust. -
Typografie und Kontrast: Textfarben sind gemäß den gestalterischen Vorgaben festzulegen und müssen ausreichenden Kontrast gewährleisten.
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Zielformat: Standardformat ist A4 hochkant. Querformat sollte nur bei fachlicher Notwendigkeit (z. B. breite Tabellen) eingesetzt werden. Das Format wird über
@pagesize festgelegt. -
Metainformationen: Jede Seite sollte Metainformationen wie Logo, Dokumenttitel, Datum und ggf. den angemeldeten Nutzenden enthalten.
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Start des Druckvorgangs:
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Browserdruck (Datei → Drucken / Ctrl + P) verwendet automatisch das Print-Stylesheet.
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Eine explizite „Drucken“-Aktion im UI kann eine optimierte Druckvorschau-Ansicht öffnen, die die zu druckenden Inhalte vorab darstellt.
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1.4.3. Drucken bestimmter Inhaltsbereiche
Einzelne Inhaltsbereiche (z. B. Tabellen, Detailansichten) können über dedizierte Druck-Buttons vorbereitet und ausgegeben werden.
Richtlinien:
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Die allgemeinen Regeln des Drucklayouts gelten weiterhin. Navigation, Buttons und Toolbars werden ausgeblendet, nur inhaltliche Daten werden ausgegeben.
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Eine Druckvorschau-Ansicht sollte auf einer separaten, druckoptimierten Route dargestellt werden.
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Oberhalb der Seite befindet sich ein prominenter „Drucken“-Button, der den Browser-Druckdialog auslöst.
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Versteckte oder verschachtelte Inhalte (z. B. Tabs, Master-Detail-Bereiche) müssen vollständig linearisiert werden, sodass alle Abschnitte untereinander erscheinen - jeweils mit klarer Überschrift.
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Metainformationen wie Titel und Seitenzahl sollten pro Seite eingebunden werden (je nach Browser-Unterstützung über Margin-Boxen oder Fallbacks).
Tabellen:
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Spalteninhalte müssen vollständig und lesbar sein; Spaltenbreiten sollten automatisch angepasst werden (
table-layout: auto;). -
Tabellenzeilen und Kopfbereiche dürfen nicht getrennt werden (
break-inside: avoid;). -
Lange Tabellen sollen über mehrere Seiten hinweg sauber umbrechen.
Formulare:
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Formulare müssen in einer einspaltigen, linearisierten Struktur dargestellt werden. Labels erscheinen neben oder über den jeweiligen Werten.
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Bei mehrspaltigen Formularen werden Spalten untereinander angeordnet, um Lesbarkeit und logische Reihenfolge zu gewährleisten.